Taunus-Zeitung 16. Juli 2014: Unabhängige Bürger feiern ihr erstes Sommerfest

Gespräche im Steinbruch

von Monika Schwarz-Cromm

Alle Parteien organisieren für ihre Mitglieder Feste. Und da wollen auch die Unabhängigen Bürger nicht hinten anstehen.

Naunstadt. 

Alles passiert irgendwann zum ersten Mal. Bei den Unabhängigen Bürgern war es das Sommerfest, zu dem sie für Samstag eingeladen hatten. Für den neuen Vorsitzenden Marcus Nistler, der im Frühjahr während der Mitgliederversammlung das Amt des UB-Chefs übernommen hatte, war das die Möglichkeit, sich auch denen vorzustellen, die ihn noch nicht kannten. „Wir wollen uns alle ein wenig besser kennenlernen“, sagte er.

Der Grillplatz im Steinbruch war der geeignete Ort dafür. Zwar konnte dort wegen der immer wiederkehrenden Regenfälle kein Feuer entfacht werden. Dafür rückten die UB-Gäste in der Grillhütte näher zusammen. Und das Feuer prasselte auch symbolisch, sobald sich die Mitglieder die Köpfe um politische Themen heiß redeten.

Auch wenn es sich um eine gemütliche Grillfeier handelte, kam niemand an den aktuellen Geschehnissen vorbei. Und das waren nunmal Windkraftanlagen auf Grävenwiesbacher Gemarkung.

Wie in allen anderen Fraktionen gehen auch bei den Unabhängigen Bürgern (UB) die Meinungen dazu auseinander. Während Erste Beigeordnete Karin Klimt Windkraft keineswegs negativ gegenüberstand, bekräftigte Rolf Tausch sein Nein zu diesem Thema. „Ich stimme dagegen“, sagte er mit Blick auf die bevorstehende Gemeindevertretersitzung und der Abstimmung für oder gegen den Gestattungsvertrag mit der Firma Windwärts.

Sie hätten während der Fraktionssitzung über die Windkraft diskutiert, bestätigte der Vorsitzende. Und sie hätten das Thema mit den Grünen besprochen. Rolf Tausch berichtete, er setze immer noch auf Hessen-Forst, der gesagt habe, nicht ohne die Gemeinde Windräder bauen zu wollen. Zudem bemängelte er, dass ansonsten von der Gemeinde für alles teure Gutachten erstellt würden. „Nicht aber für die Windkraft“, sagte er und wunderte sich. „Warum gibt es jetzt keine Firma, die den Gestattungsvertrag neutral überprüft?“, fragte er. Seiner Meinung nach falle dieser Vertrag zum Nachteil für die Gemeinde aus. Auch verstehe er nicht, warum intakter Wald für die Windräder geopfert werden solle.

Es wurde an diesem Tag nicht nur gefachsimpelt. Die UB-Mitglieder genossen die gemeinsamen Stunden und ließen sich von Karin und Kurt Klimt mit Gegrilltem verwöhnen.

Dieser Beitrag wurde unter Presse veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.