UB kritisiert Ausübung der Mandate nach Wechsel der Fraktion
Kritik gibt es, dass Karin Klimt nach dem Wechsel zur FWG weiterhin an den von ihr als UB-Kandidatin in Grävenwiesbach errungenem Mandat festhält
Grävenwiesbach – In dieser Zeitung war Ende März zu lesen, dass Karin Klimt seit Anfang dieses Jahres Mitglied der Grävenwiesbacher FWG ist und damit die FWG im Gemeindevorstand Grävenwiesbach vertritt. Wie die stellvertretende Vorsitzende der Unabhängigen Bürger (UB), Renate Taghavi, mitteilt, hat Karin Klimt ihre Mandate auf UB-Vorschläge erworben, die sie jetzt als FWG-Mitglied im Gemeindevorstand und im Abwasserverband Oberes Weiltal ausübt. Damit verfälsche sie bewusst den Willen der Grävenwiesbacher Bürger, die bei der Kommunalwahl im März 2021 bei den UB ihr Kreuz gemacht haben.
„Die Unabhängigen Bürger erwarten vom ehemaligen UB-Mitglied Karin Klimt, dass sie die auf dem Ticket der UB erworbenen Mandate sofort niederlegt und den Weg für einen im Jahr 2021 angetretenen UB-Bewerber freimacht“, fordert Taghavi deshalb.
„Aggressiv und herabwürdigend“
Aus welchen Gründen auch immer Karin Klimt Ende 2022 aus der UB ausgetreten sei, könne nur spekuliert werden. „Es könnte sein, dass es damit zu tun hat, dass sie bei der Wahl zum UB-Vorsitz im September 2022 dem derzeitigen UB-Vorsitzenden Rolf Tausch unterlag. Zudem zeigte sie ein wiederholt aggressives und herabwürdigendes Verhalten gegenüber zwei UB-Mandatsträgern. Schon zu diesem Zeitpunkt wäre es ein Gebot des politischen Anstands und des demokratischen Handelns gewesen, ihr Mandat im Gemeindevorstand zurückzugeben“, heißt es in der Mitteilung der UB.
Wenn sie nun auch noch in eine Partei eintrete, die für eine völlig gegensätzliche Politik als die der UB stehe, und dann immer noch nicht ihr Mandat zurückgebe und an ihrem Posten im Gemeindevorstand festhalte, zeuge dies von einem nicht akzeptablen „inkompetenten politischen Bewusstsein“. Als Mandatsträgerin sollte Karin Klimt klar sein, dass sie die Interessen der Wähler und nicht ihre eigenen persönlichen Interessen zu vertreten habe.
„Bitterer Beigeschmack“
„Leider wird an diesem Beispiel den Wählern vor Augen geführt, dass Politik mit parteilich deklarierten Zielen anscheinend bei der Wahl ihrer Mandatsträger völlig irrelevant ist. Es hinterlässt nicht nur einen bitteren Beigeschmack, dass Klimt an ihren Mandaten im Gemeindevorstand und im Abwasserverband Oberes Weiltal festhält. Sie sollte ihre auf den UB-Listen erworbenen Stellen unverzüglich freigeben“, stellt Taghavi fest. red